Gepostet am: 29. April 2017

Tim Bendzko @ Arena Trier – 29-04-2017

Seit seinem ersten Auftritt ist viel passiert und der ehemalige „Weltretter“, mahnt heute eher mit den Worten „Ich bin doch keine Maschine“ an Menschlichkeit, Rücksicht und Respekt.

Aus Respekt vor den Fans wurde der Konzertbeginn dann auch eine halbe Stunde nach hinten verschoben, den an diesem Samstag war in Trier mehr los als sonst. Verlängertes Wochenende, Heilig Rock Tage, Chormeile und Einkaufstourismus hinderten viele Fans daran pünktlich einen Parkplatz zu finden und in die Arena zu kommen. Um 20 Uhr war dann jeder an seinem Platz und als Tim Bendzko pünktlich die Bühne betrat, feierten ihn seine Fans mit Begeisterung und das obwohl zum Eröffnungslied zunächst nur sein Schatten hinter einem Vorhang zu sehen ist.
Trotz seiner großen Erfolge war sein Auftreten in Trier erstaunlich natürlich. Die Bühnenshow lebte vom Licht und der fantastischen Band mit Streichquartett – und natürlich von Bendzkos unglaublichem natürlichen Charme. Obwohl oder vielleicht gerade weil ganz auf Videoprojektionen verzichtet wurde, konnte man in der ganzen Halle von der Atmosphäre und der Intensität des Konzerts profitieren.
Die zehnköpfige Band mit Schlagzeug, Keyboard, vier Streichern zwei Sängerinnen, und bis zu vier Gitarren, erzeugte ein Hörerlebnis, wie bei einem großen Orchester. Tim Bendzko ist unentwegt unterwegs und sucht die Nähe des Publikums. Zwischen den Songs erzählt nette Geschichten über neue Hosen und Baseballcaps. Und bei jeder Gelegenheit setzte er „Trier“ an die Stelle von „Dir“ in seinen Texten ein. Das hätte vielleicht etwas dezenter stattfinden dürfen.
Anfangs gab es erstmal Songs aus dem aktuellen Album „Immer noch Mensch“. Dabei geht es ihm nicht um politische oder gesellschaftliche Botschaften, das können andere besser, er bleibt da lieber Bescheiden. Die Stimmung stieg noch weiter an als er seine großen Hits spielte. Bei „Am seidenen Faden“, „Sag einfach ja“, „Ich laufe“ oder „Keine Zeit“ sang die ganze Halle mit. Bei „Nur noch die kurz die Welt retten“ fanden die Fans dann fast kein Ende mehr. Aber nicht nur bei den großen Hits, auch bei einer kleinen Akustik-Session in der Hälfte des Konzerts überzeugt Tim Bendzko, der auch sonst häufig zur Gitarre greift. Nach gut 90 Minuten gab es den letzten „regulären“ Song, aber Tim Bendzko hing locker noch eine halbe Stunde Zugaben dran. Mit einem letzten Song um kurz nach 22 Uhr, den er alleine mit Gitarre am Bühnenrand sang, schickte er seine Fans zufrieden in das lange Wochenende.

TIM BENDZKO live in der Arena Trier – 29-04-2017

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Aufgenommen mit einer Nikon D800 und 2.8 80-200mm
Die ersten drei Lieder, ohne Blitz, im Fotograben



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