Gepostet am: 13. August 2016

Rocco del Schlacko 2016 @ Sauwasen – 11. – 13.08.2016

Rocco del Schlacko – ein Festival wird erwachsen. Zum 18. mal feierten tausende Musikfans drei Tage lang beim Rocco del Schlacko hart und ausgelassen aber friedlich ihre Lieblingsbands.
Das „Rocco del Schlacko“ ist mittlerweile das größte Rock- und Pop-Festival im Saarland. Im Geburtsjahr 1999 waren es gerade mal 5 Bands aus Püttlingen und den Nachbardörfern, sowie 600 Zuschauer. Zum diesjährigen 18. Geburtstag brachten insgesamt 30 Bands, sowie 24000 Fans die Sauwasen und den Ponyhof drei Tage lang zum Beben.

Bereits der erste Festivaltag hatte mit „Sportfreunde Stiller“ den ersten Höhepunkt. Für die „Sportis“ war es der dritte Gig, nachdem Sie bereits 2003 und 2007 mit dabei waren. Davor wurden die Fans auf der Sauwasen mit einer derben Mischung kräftig vorgeheizt. Den erste Pulsbeschleuniger lieferten die Hardcore-Jungs von „Sick of it all“ aus New York. Danach war „Bosse“ aus Braunschweig für das Tanzen und liebhaben zuständig. So nebenbei erzählte BOSSE noch eine Geschichte die er vor Jahren im Saarland erlebt hatte. Damals hatte er einen Auftritt in Saarbrücken und danach stand in der Zeitung „Sänger von Silbermond wandelt auf Solopfaden“. Heute kann er darüber lachen. Dann wurde es nochmal richtig laut als „SUM41“ aus Kanada mit ihrem Punkrock die Soundanlage und die Trommelfelle der Fans einer ersten echten Belastungsprobe unterzogen. Die Sauwasen war bereits prall gefüllt, als Sportfreunde Stiller die Bühne betraten und mit einem Best of ihrer Songs und einer fantastischen Show, den Hügel der Sauwasen, trotz bedecktem Himmel zum Leuchten brachten.

Fotostrecke – Rocco del Schlacko 2016 – Tag 1 | Bands und Fans

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Fotostrecke – Rocco del Schlacko 2016 – Tag 2 | Bands und Fans

Am zweiten Tag legten „Itchy Poopzkid“ aus Eislingen und Clutch aus Germantown in Maryland USA einen Kickstart hin. Die Sauwasen füllte sich rasch und sogar die Sonne kam langsam raus, pünktlich zum Auftritt der Band „Jennifer Rostock“ von der Insel Usedom. Die zeigefreudige Sängerin Jennifer Weist brauchte dann auch nicht lange, um sich ihr Glitzerjäckchen vom Leib zu reißen. Darunter trug sie recht wenig Textil, dafür jede Menge Tattoos, deren Anzahl fast täglich zu wachsen scheint. Für Jennifer Rostock war es fast ein Heimspiel, den die Band war bereits zum vierten Mal beim Rocco del Schlacko mit dabei und nach eigener Aussage, bestimmt nicht zum letzten Mal. Aber auch an diesem Tag war Steigerung noch möglich. Boysetsfire aus Newark erhöhten das Tempo am frühen Abend nochmal. Den krönenden Abschluss lieferten am Freitag „Die Fantastischen Vier“. Eine Stunde vor Mitternacht enterten die „Fantas“ die Bühne“ und rund 13000 Menschen tanzten untern Sternenhimmel zu „Troy“, „Populär“, “ Was geht?“, „Tag am Meer“ und vielen andern Hits von Thomas D, Michi Beck, Smudo und And.Ypsilon in den dritten Festivaltag.
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Fotostrecke – Rocco del Schlacko 2016 – Tag 3 | Bands und Fans

Am dritten Tag wurde es musikalisch dann insgesamt etwas härter, mit einem Schuss österreichischen Amore-Pop. Die Schweden von Royal Republic kommen elegant und doch lässig daher. Ihre Musik ist nicht leicht einzuordnen. Egal ob Rock, Punk, Funk, Jazz oder Pop, die Jungs nehmen von allem etwas und basteln daraus ihren eigenen explosiven und tanzbaren Malmö-Rock. Charmebolzen Adam Grahn macht mit seiner markanten Stimme und seinem blaublütigen Auftritt den Rest. Auch wenn die Jungs es auf den ersten Blick nicht vermuten lassen, ihre Shows sind echt schweißtreibend und am Samstag war es mit rund 29 Grad eigentlich schon heiß genug. Da war es gut, dass danach die liebe verströmenden Amore-Rocker WANDA aus Österreich auf die Bühne kamen. Bei WANDA geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern grundsätzlich um Liebe… egal ob bei Tante Ceccarelli, den Schwestern oder der Cousine, die Liebe ist immer mit der dabei und strömt von der Bühne über das ganze Festivalgelände… und wenn dich jemand fragt wofür du stehst…. sag für AMORE und die Botschaft kommt an. Nicht ganz so idyllisch geht es bei „PARKWAY DRIVE“ zu. Die fünf australischen Chartstürmer sind mittlerweile zu echten Metalcore-Helden aufgestiegen, freuen sich aber immer noch über jeden einzelnen Fan. Ihre Shows sind hart, laut und energiegeladen unterstützt von jeder Menge Pyro- und Feuereffekten. Und auch wenn man kein Wort von dem versteht, was Sänger Winstin McCall ins Mikro schreit, kann man sich der Energie ihrer Musik kaum entziehen. Den Höhepunkt des Abends dürfen rund zwanzig, meist weibliche Fans, dann direkt auf der Bühne zusammen mit LIMP BIZKIT erleben. Die Cross-Over Legenden beenden den Abend auf der Sauwasen und räumen dabei nochmal so richtig ab. LIMP BIZKIT haben in den Neunzigern einen wirklich einzigartigen Sound kreiert, der heute noch genauso frisch klingt wie damals. Mit ordentlich Druck hauen die Jungs an diesem Abend ein Brett nach dem anderen raus. Mit „Break Stuff“, „Rollin'“, „My Generation“, „Nookie“ oder „My Way“ bringen Fred Durst, Wes Borland, John Otto und Sam Rivers die Fans dazu, noch einmal alles zu geben, bevor an diesem Abend der letzte Ton in einer sternenklaren Nacht über den Baumwipfeln verhallt.
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